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No ch bevor der Kenianer Patrik Makau am Sonntagmorgen zusammen mit 40000 Läufern zu seinem Weltrekordlauf beim Berlinmarathon startete schlug am Samstagnachmittag die Stunde von über 6000 gemeldeten Inlineskatern. Auch wenn die Spitzenskater bei dem angekündigten Versuch die Eine-Stunde-Marke zu knacken scheiterten, sollte das Rennen nicht ohne Rekord zu Ende gehen. Hansjörg Maus war es, der als erster Speedskater des RSC Aachen die Marathondistanz unter 1:15 Stunde absolvierte und damit einen inoffiziellen Vereinsrekord aufstellte.
Zusammen mit der Weltelite aus dem ersten Block gestartet, hatte er schwer zu kämpfen um sich in einer international stark besetzten Gruppe zu behaupten. „Erst bei Km 41 musste ich sie fahren lassen und habe mich dann noch allein bis hinter das Brandenburger Tor ins Ziel geschleppt. Ich war platter als jede Briefmarke.“ sagte er später, nachdem er das Ziel nach einer Stunde, 14 Minuten und 29 Sekunden erreicht hatte.
Ob diese Marke lange Bestand hat, wird sich schon am kommenden Wochenende beim Köln Marathon zeigen, denn dort könnte Severin Hannig, der in Berlin nicht am Start war, diese Zeit durchaus noch verbessern. Einen Startblock später als Hansjörg ging in Berlin Dietmar Heidingsfeld auf die Strecke. Schon kurz nach dem Start zeigte sich, warum der „B-Block“ so berüchtigt ist. Zu viele Skater, die die schnelle Berliner Strecke auf „Teufel komm raus“ zu Bestzeiten nutzen möchten, und dabei oft über die eigenen technischen Möglichkeiten hinausgehen, führten dazu, dass sich schon auf den ersten 2 Kilometern auf der Straße des 17. Juni eine Reihe von Stürzen ereignete. Hier kam Dietmar noch gut durch, aber 3km weiter, in Moabit, erwischte es ihn doch. „Ich war auf dem Weg die Rechtskurve innen anzufahren, aber dann drängten einige Mitstreiter der großen Gruppe von links nach innen. So ist mir dann der Platz ausgegangen“. Da er sich außer ein paar neuen Schürfwunden keine ernsthafte Verletzung zuzog konnte er das Rennen fortsetzen. Mit einer Zielzeit von 1:20:37 war er am Ende doch noch sehr zufrieden, immerhin Saison- und Berlinbestzeit!
144. (Speed/Teams) Dr. Hansjörg Maus 1:14:29
275. (Fitness) (61. M50) Dietmar Heidingsfeld 1:20:37
988. (Fitness) (237. M50) Dr. Hans-Jürgen Sommer 1:32:05 Germania Dürwiß
464. (Fitness) (125. W30) Nadine Mikoteit 1:44:11 Germania Dürwiß
467. (Fitness) (127. W30) Denise Höchel 1:44:14 Germania Dürwiß
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